Ohne Kater durch den Fasching

Mann sitzt auf Sofa und trinkt Aspirin

© Framestock AdobeStock 469718461

Ohne Kater durch den Fasching

Die fünfte Jahreszeit steht vor der Tür und endlich darf nach der Corona-Pandemie wieder ausgelassen gefeiert werden. Damit Sie ohne Kater durch den Fasching kommen, hat Ihre Apotheke einige hilfreiche Tipps parat.


Kein Kater ohne Alkohol


Geben Sie es ruhig zu, Sie haben kurz überlegen müssen. Aber einfach gesagt: Der Alkohol ist schuld, dass es uns am nächsten Tag ziemlich schlecht geht. Gerade an Fasching gibt es mindestens eine feucht-fröhliche Party, bei der wir mehr trinken als uns eigentlich gut tut. Dass es zu viel war, bemerken wir übrigens häufig erst am nächsten Morgen. Gut, wenn es nur ein Brummschädel ist. Wenn Übelkeit und Erbrechen hinzu kommen, wird es nochmal um einiges unangenehmer. Manchmal gesellen sich sogar Angstzustände und Herzrasen dazu. Aber wie viel Alkohol ist tatsächlich zu viel für uns?

Wenn wir Alkohol trinken, gelangt er über die Verdauungsorgane in unser Blut. Aus dem Blut wird der Alkohol in die Leber transportiert, wo er im Durchschnitt mit 0,1 Gramm pro Stunde und Kilogramm Körpergewicht abgebaut wird. Trinken Sie mehr Alkohol als die Leber verarbeiten kann, gelangt er über das Blut in alle Organe. Welche Auswirkungen das vor allem auf das Gehirn hat, ist den meisten bekannt. Die Folge sind Bewegungsstörungen, Konzentrationsstörungen und der Ausfall des Gedächtnisses. Dies ist auch der Grund, warum wir alkoholisiert auf keinen Fall Autofahren dürfen.


Der Kater als Warnsignal des Körpers



Der Kater zeigt uns schlicht und einfach an, dass wir mehr Alkohol getrunken haben, als uns gut tut. Er wirkt entwässernd und blockiert das Hormon Vasopressin, das die Ausscheidung von Wasser in unserem Körper reguliert. Als erstes muss man deswegen nach zu viel Alkohol häufig auf Toilette. Dabei wird aber nicht nur Wasser ausgeschieden. Der Körper verliert auch wichtige Elektrolyte wie Calcium, Magnesium, Kalium und Natrium. Hinzu kommt der Abbau von Methanol, Propanol oder Butanol und weitere Giftstoffe. Dies lässt die Blutgefäße weiter werden und es stellen sich migräneartige Kopfschmerzen ein.


Tipps, die der Wissenschaft nicht standhalten


"Bier auf Wein, lass das sein. Wein auf Bier, das rat" ich dir!"


Den Spruch haben Sie sicherlich auch schon gehört. Aber stimmt er tatsächlich? Forscher der Universität Witten/Herdecke haben diesen Tipp überprüft und kommen zu einem eindeutigen Ergebnis. Für den Kater am Morgen danach macht es keinen Unterschied, ob der Wein oder das Bier zuerst kam. Der Alkoholgehalt im Blut ist ausschlaggebend, wie es Ihnen am nächsten Tag geht.


Aber was hilft tatsächlich gegen den Kater?


1. Auf die Alkoholmenge achten
Kein Alkohol zu trinken ist nach wie vor die beste Möglichkeit einen Kater zu vermeiden. Wer nicht darauf verzichten kann, sollte wissen, welche Menge noch gut vertragen wird. Lieber an Fasching ausgelassen feiern und kontrolliert trinken. Sie haben dann mehr davon.

2. Vor dem Feiern gut essen
Wer auf leeren Magen viel Alkohol trinkt, beschleunigt die Alkoholaufnahme. Etwa 20 % des Alkohols wird bereits über die Magenschleimhaut aufgenommen. Wer vorher was im Magen hatte, profitiert. Der Alkohol wird dadurch verzögert aufgenommen. Greifen Sie deshalb auch immer zwischendurch zu Käse, Chips oder Nüssen.

3. Essen Sie Salzgebäck
Durch den Alkohol wird der Mineralhaushalt gestört. Mit dem Knabbern von salzhaltigem Gebäck haben Sie etwas im Magen und gleichzeitig wird der Mineralstoffverlust wieder ausgeglichen.

4. Viel Wasser trinken
Trinken Sie zu viel Alkohol, hemmt das Gehirn die Bildung eines wichtigen Hormons, das die Wasserausscheidung reguliert. Vasopressin wird bei Alkoholkonsum nicht mehr in ausreichender Menge gebildet. Die Folge ist, dass das Blut dicker wird und unser Schädel brummt. Trinken Sie deshalb immer über den Abend verteilt auch genügend Wasser - und zwar ohne Kohlensäure.

5. Finger weg von Zucker und Kohlensäure
Zucker und Kohlensäure beschleunigen die Aufnahme von Alkohol und Sie sind schneller betrunken. Zudem hemmt Zucker den Abbau von Acetaldehyd in der Leber. Dieses Abbauprodukt des Alkohols ist mitverantwortlich, dass uns am nächsten Morgen der Kater plagt.

6. Schmerzmittel gegen Kopfschmerzen
Versuchen Sie den Kopfschmerzen mit frischer Luft und ausreichend Wassertrinken zu begegnen. Falls es nicht ohne Schmerzmittel geht, sollten Sie auf Präparate zurückgreifen, welche die Leber nicht noch mehr belasten. Ihre Apotheke berät Sie.

Empfehlungen

Weitere Artikel